~Dead Destiny~

~Willkommen in Dark Night City. Und viel Glück~
 
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 Villa von Near Asukai

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Near Asukai
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BeitragThema: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 8:28 am

(Eine großzügige Villa mit dunklem Marmorboden und weißen Wänden. Modern eingerichtet befinden sich im Erdgeschoss Küchen und ein großer Wohnbereich in dem mehrere Spielekonsolen und ein riesirger LCD-Fernseher zu finden sind. Im Garten hinter der Terasse ein Pool, im Keller eine eigene Bowlingbahn und eine Sauna. Die beiden Obergeschosse werden für mehrere Schlafzimmer, einen netten 'Hobbyraum' allias Zockerzimmer und schöne Bäder genutzt. Außerdem gibt es auf dem Dach der Villa eine Terasse mit teilweise Überdeckung. Im ganzen Haus gibt es große Fenster, vor denen dunkelrote Vorhänge platziert sind. Auf dem auch sonst großen Grundstück befinden sich außer des Pools noch ein Pferdestall mit entsprechenden Auslauf für die beiden Pferde, die dort stehen und eine kleine aber feine eigene Schießhalle zum üben. )

Als ich meinen Wagen in die Auffahrt vor meiner Villa fuhr warf ich einen erfreuten Blick auf mein Haus. Welcher 17-Jährige konnte schon von sich behaupten, solch eins zu besitzen. Natürlich spielte hierbei auch mein Erbe eine Rolle, aber ich hatte schon dafür gearbeitet. Fallen hatte die Fahrt über geschwiegen. Ich schaltete den Motor ab und stieg dann aus. Wenn ich so darüber nachdachte, war ich ziemlich schnell gefahren. Nachdem auch das blonde Mädchen meinen Wagen verlassen hatte, verriegelte ich diesen und spannte erneut den schwarzen Regenschirm über sie und mich, da es immer noch schüttete. Ich glaubte zu wissen, dass Fallen meine Villa noch nie gesehen hatte. Lediglich einen Teil meiner Firma kannte sie.
Ich war meinem Vater und auch meinem Patenonkel dankbar dafür, dass sie mir mit dem was sie mir vererbt hatten, das hier ermöglicht hatten. Und auch, dass ich diese Firma leiten konnte, was ebenfalls sehr profitabel war. Abgesehen davon war ich ihnen noch für so viele andere Dinge dankbar.
Ich führte Fallen die steinernen Treppen bis zur Tür der Villa hinauf und bückte mich dann kurz um meinen Hausschlüssel aus meinem linken, kniehohen. schwarzen Stiefel zu ziehen. Nachdem ich die Tür geöffnet hatte, wurde der Blick auf einen großzügigen Flur, der an den Wohnbereich, der so ziemlich die gesamte untere Etage einnahm, angrenzte, freigegeben. "Bitte. Nach dir", sagte ich leise und mit einem feinen Lächeln.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 8:55 am

Near steuerte seinen Wagen die Auffahrt einer großen Villa hinauf. Ich staunte nicht schlecht, als er tatsächlich vor diesem gigantischen Haus stehenblieb. Er schaltete den Motor aus und wir verließen den Wagen. Er lief um das Auto herum und spannte den schwarzen Schirm wieder über mich, um den heftigen Regen abzuwenden. Wir gingen eng beieinander unter dem Schirm auf die Villa zu.
Beeindruckt ließ ich mich von ihm die steinernen Treppen hinauf führen. Als er schließlich seinen Schlüssel aus seinem linken Stiefel gezogen hatte, lächelte er mich an und sagte: "Bitte. Nach dir."
Was ich dann sah, ließ mich fast vergessen, dass Crow auch nur ein Jahr älter war als ich.
Dunkler Mamorboden bedeckte einen weiträumigen Flur. Vorsichtig trat ich einen Schritt hinein. Mit einem verstohlenen Blick auf den 17-Jährigen schlüpfte ich aus meinen klitschnassen Vans und musste feststellen, dass meine Socken auch durchnässt waren.
Ich räusperte mich und fragte erstaunt: "Wohnst du hier alleine?"
Das Haus war wirklich riesig. Von Innen wirkte es auf mich zumindest gigantisch.
Plitschplatschplitschplatsch, ging ich auf nassen Socken über den Mamorboden. Etwas beschämt sah ich an mir hinunter. In meinen versiften Sachen fühlte ich mich hier richtig fehl am Platze. Nervös griff meine Hand wieder an das schwarze Herz, dass um meinen Hals hing. Als wir in den Wohnbereich kamen musste ich trotz allem lächeln. Die Spielekonsolen und die riesige Glotze passten irgendwie zu Crow.
Ich drehte mich zu ihm um und lächelte ihn verlegen an.
"Danke, Near-chan. Du bist so lieb zu mir."
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Near Asukai
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 9:16 am

Ich zuckte leicht zusammen als sie mich fragte, ob ich hier alleine wohnte und lehnte mich dann an eine Wand. "Jepp. Ich wohne hier alleine. Aber das ist schon okay so...denke ich.", murmelte ich dann und betrachtete sie, wie sie sich, anscheinend begeistert, umsah. Sie war auf eine seltsame Art und Weise faszinierend für mich.
Was war das nur?
Bei ihrem verlegenen Lächeln und ihren Worten sah ich sie überrascht an und hatte selbst einen, allerdings kaum merklichen, Rotschimmer auf den Wangen. Wie lange war das her, dass mich Jemand mit 'Near-chan' angesprochen hatte?
Auf jeden Fall eine ganze Weile. Ich war gar nicht mehr daran gewöhnt, deshalb dauerte es eine Weile bis ich reagierte und sagte: "Kein Problem..."
Was ist los? Warum fühle ich mich in ihrer Gegenwart so wohl?, fragte ich mich. Ist das ein neues Spiel für mich? Ich möchte wissen, wie weit ich gehen kann.
Ich zögerte kurz, bevor ich ein paar Schritte auf sie zu ging und sie dann in den Arm nahm. Ich schloss die Augen und meinte leise lächelnd: "Was tut man nicht alles um mal ein wenig Gesellschaft zu haben...Es wurde so einsam hier..."
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 9:34 am

Es dauerte eine Weile, bis Near antwortete. Was hatte den sonst so coolen Bandenchef aus der Fassung gebracht? Fragend sah ich ihn an.
Nach einem kurzen Zögern kam er einige Schritte auf mich zu. Mein Herz begann so laut zu pochen, als er mich in die Arme schloss, ich war mir sicher er könnte es hören.
Es wurde so einsam hier...
Seine Worte nahmen mir einen kurzen Moment den Atem. Ich erwiderte seine Umarmung und legte meinen Kopf müde auf seine Brust. Ich atmete seinen Geruch ein. Er trug ein leichtes Parfüm. Beschreiben konnte ich es nicht genau. Angenehm.
Wäre ich nicht klitschnass und durchgefroren gewesen, hätte ich stundenlang nur so mit ihm dort stehen können. Seltsam. Noch heute morgen hatte ich mich danach gesehnt, Jonathan wieder zu sehen und nun stand ich mit dem Grund, aus dem er gegangen war, Arm in Arm in dessen Haus.
Verwirrt und verlegen löste ich mich von Near und flüsterte mit einem Blick auf meine nassen Sachen: "Könnte ich mir was Trockenes von dir leihen?"
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Near Asukai
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 9:53 am

Als sie sich von mir löste seufzte ich leicht. Sie fragte ob sie sich etwas Trockenes von mir leihen konnte, daraufhin nickte ich zur Treppe. "Das erste Zimmer rechts ist mein Ankleideraum. Such einfach nach etwas, das dir passt. Und wenn du Unordnung nachst, ist das auch kein Problem. Meine Putzfrau wird das dann aufräumen", erklärte ich mit einem angedeuteten Lächeln und verschränkte leicht die Arme vor meiner Brust.
Eine Weile verharrte ich so und sah abwesend durch das große Fenster im Wohnzimmer nach draußen auf das verregnete Grundstück.
Ich blinzelte langsam, wobei meine langen schwarzen Wimpern ein paar mal sanft schlugen und löste mich dann aus meiner vorrübergehenden Starre. Es war ungewohnt Gesellschaft zu haben.
Aber ich fand es schön. Irgendwie kamen meine Gedanken aber wieder zu meinem Zwillingsbruder Ren. Wie lange ist es her...?, fragte ich mich. Und noch immer vermisste ich ihn wie am ersten Tag. Wollte ich jetzt deswegen nicht alleine sein? Ich erinnerte mich, heute war der Tag, an dem Ren damals verschwunden war.
Ich ging ans Fenster und legte eine Hand an die Scheibe. Meine schwarzen Fingernägel kratzten leicht über das Glas und ich lehnte die Stirn gegen das kalte Fenster.
"Ich finde dich Ren.... Versprochen...", hauchte ich kaum hörbar. Nun fragte ich mich, ob Fallen noch da war oder ob sie schon nach oben gegangen war und riskierte einen Blick über die Schulter. Anscheinend war sie nicht mehr da. Ich seufzte erleichtert und spazierte in die Küche wo ich mir eine weiße Schürze umband schnell zwei Drinks mixte. Das hatte mir mein Ziehvater beigebracht. Die beiden Gläser stellte ich auf den Wohnzimmertisch und begab mich dann zurück zur Kochinsel.
Nachdem ich schnell angefangen hatte Spagetti zu kochen, einfach weil ich Hunger hatte und es schnell ging, wischte ich mir die Hände an der Schürze ab und sah zur Treppe.
Wieso brauchte Fallen denn so lange? Fand sie etwa nichts passendes?
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 10:23 am

Ich nickte und verschwand die Treppe hinauf. Die erste rechts. Wow. Das war mal ein Ankleideraum! Ich verharrte einen Moment in der Tür und bestaunte den Anblick. Er zeigte genau das, was man sich angesichts des restlichen Hauses, dass ich bereits kannte, genau das, was man erwartete. Groß. Dunkle Holzschränke verdeckten die Wand. Vorsichtig trat ich in den Raum. Ich atmete tief durch und öffnete die erste Schranktür.
Unterwäsche.
War ja klar. Nun noch mehr verlegen griff ich mir eine schwarze Boxershorts und legte sie beiseite. Sie musste einfach passen. Ich schloss die Tür wieder und merkte, dass ich die Zimmertür offen gelassen hatte. Schellen Schrittes schloss ich nun auch diese. Ich wollte nicht, dass Near mich beim umziehen beobachten konnte. Auch wenn ich ihn nicht als Spanner einschätzte. Sicher ist sicher.
Dann öffnete ich die nächste Schranktür. Ich angelte mir ein dunkles T-shirt und aus der nächsten Tür zog ich einen schwarzen Jogger. Dunkel gefiel mir. Mein Blick blieb an einem schwarzen Pullover hängen. ACAB. Ich lächelte. Ja, das gefiel mir. Crow hatte wirklich schöne Sachen.
Ich streifte meine nassen Sachen ab und zog Nears trockene an. Mein BH war das einzige, was ich von mir behielt. Der war zwar auch nass, aber Nears Kleidungsumfang erfasste nun leider keine BHs. Zuletzt kämpfte ich meine Füße in ein paar graue Socken und atmete erleichert aus. Der trockene Stoff fühlte sich gut an auf meiner kalten Haut. Mir war schon wieder wärmer.
Doch wohin mit den nassen Klamotten? Suchend schaute ich mich um. da! Ein Wäschekorb. Ich platzierte meine Sachen dort und lief wieder hinunter.
Der Duft von Essen stieg mir in die Nase.
"Mmmhh!", machte ich, als ich Near entgegen hüpfte. Das schwarze Herz hatte ich unter seinen ACAB-Pullover gesteckt und es sprang nun mit jedem Hüpfer auf und ab. Near hatte Spagetti gekocht.
Erfreut über das Essen umarmte ich Near und lief ihm voraus zum Wohnzimmertisch, auf dem bereits zwei Gläser standen.
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Near Asukai
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 10:34 am

"Ah du bist fer...", ich brach mitten im Satz ab, als sie mich umarmte. Ich lachte etwas nervös und meinte dann: "Na da scheint Jemand Hunger zu haben. Ist gleich fertig"
Ihr Glück, dass ich kochen konnte. Wenn man alleine lebte hatte man eben auch nicht jeden Abend Bock auf Fertigpizza und da musste man dann wohl oder über kochen lernen.
Ich musste zugeben, dass Fallen auch in meinen Sachen nicht schlecht aussah. Aber fürs erste tat ich das mit einem langsamen Blinzeln ab. Immerhin musste ich mich um's Essen kümmern. Also ging ich zurück in die Küche und rührte ein wenig in der Soße herum. Als ich zufrieden war stellte ich zwei Teller zu den Gläsern auf den Tisch und legte Besteck dazu. Dann holte ich eine Schüssel mit den Nudeln und eine mit Soße.
"So fertig", sagte ich lächelnd und griff nach hinten auf meinen Rücken, um die Schleife der weißen Schürze zu lösen. Aber irgendwie kriegt ich das nicht zu richtig hin.
"Ähm Fallen? Könntest du mir mal kurz helfen?", fragte ich etwas verlegen. Das war jetzt ja leicht peinlich, dass ich diesen Knoten nicht selbst aufbekam...
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 10:46 am

Near deckte das Essen an und versuchte sich von der weißen Schürze zu befreien. Naja. Versuchte. Kichernd stand ich auf und und kam seiner Bitte nach. Ich war mir nicht sicher, ob er die Schleife wirklich nicht aufbekam, oder ob er sich mit Absicht hilflos stellte.
Auf jeden Fall hatte Near es geschaft meine Stimmung zu heben. Der Geruch des Essens war betörend. Es schien eine Ewigkeit her zu sein, seit ich das letzte Mal warm gegessen hatte. Als Near mir aufgefüllt und einen guten Appetit gewünscht hatte, schlug ich mir den Bauch richtig voll.
Essen war ein Segen. Near war ein Segen. Er hatte schon Recht mit dem, was er vorhin im Randgebiet gesagt hatte. Er war definitiv ein Engel. Ich strahlte ihn an und lachte: "Du bist mein Held!"
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 10:54 am

Ich sah Fallen nachdenklich an, lächelte aber. Ich? Ein Held? Vielleicht für sie.
So unrecht hatte sie ja nicht mal gehabt vorhin. Es gab genug Leute, die mich als Teufel ansahen. Was ich teils verstand, aber es war mir so herzlich egal. "Das freut mich aber", antwortete ich also lächelnd darauf und reichte ihr eines der beiden Gläser. Vorsichtig wischte ich mit dem Daumen etwas von ihrem verlaufenen Eyeliner weg und sagte: "Und weißt du: Alkohol am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen"
Damit zitierte ich meinen Ziehvater. Er war der Meinung gewesen, dass es wenig brachte sich um seine Gesundheit zu scheren, wenn man in Dark Night City ohnehin jeden Moment sterben könnte.
Nun sah ich erneut etwas abwesend aus dem Fenster und merkte dabei gar nicht, dass meine Hand noch immer an ihrer Wange lag. "Fallen...Würdest du vielleicht...noch eine Weile bei mir bleiben? Ich...ich möchte nicht alleine sein", sagte ich zögernd und sah sie dann an.
Dabei bemerkte ich meine Hand und zog sie zurück. Es wäre wirklich schön, wenn sie noch ein wenig hier bleiben würde. Alleine mochte ich es zwar auch, aber manchmal war es verdammt still hier. Und es war eine Stille, die sich nicht mit dem Dröhnen der Bässe die ich teilweise spielte, durchbrechen ließ.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 11:13 am

Er lächelte. Er lächelte tatsächlich. Ein ehrliches, nachdenkliches Lächeln. Soetwas sah man auch nicht alle Tage. Nicht von diesem Jungen.
Er reichte mir eines der beiden Gläser und wischte mit seinem Daumen behutsam etwas von meinem verlaufenen Eyeliner weg.
Alkohol am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Ich schmunzelte. Ja, mit Alkohol konnte man gut vergessen.
Er wandte den Blick ab und schaute durch eines der großen Fenster und in seine Augen trat etwas Abwesendes. Seine Hand blieb auf meiner Wange liegen. Sie fühlte sich warm und fest an. Mein Herz schlug schon wieder schneller.
Seine Worte...
Er wirkte so traurig, zugleich aber hoffnungsvoll dabei. Und ein wenig schüchtern. Er sah mich wieder mit seinen roten Augen an und schien jetzt erst zu bemerken, dass seine Hand noch immer auf meiner Wange ruhte. Schnell zog er sie zurück und blickte mich weiterhin an.
Mein Herz pochte immer schneller und lauter.
Das ist jetzt nicht dein Ernst!, schoss es mir durch den Kopf. Du kannst dich doch nicht in den Chef der Dark Legends verlieben!
Und plötzlich wurde mir klar, dass ich mich doch nicht den Dark Legends anschließen wollte.
Ich biss auf meine Unterlippe und trank ein Schluck aus meinem Glas. Eine ganz hervorragende Mischung. Hier bleiben, in dieser Villa. Mit Near...
Naja, als Alternative blieb mir das alte Fabrikgebäude. Ja, ich würde noch eine Weile bleiben.
Ich lächelte und nickte.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 11:25 am

Ihre Antwort erfreute mich wirklich und ich lächelte weiterhin. Dann trank ich einen Schluck von meinem Drink und dachte bei dem Geschmack nach, wie viel Alkohol da wohl drin war.
Aber es war sinnlos mir das auszurechnen. Fakt war, es war gerade genug. "Wie hast du dich eigentlich in der Zeit durchgeschlagen, die zwischen jetzt und unserem letzten Treffen lag?", fragte ich nun wieder etwas gefasster.
Es würde mich schon interessieren was sie so gemacht hatte.
"Und bevor du mich fragst", begann ich und überschlug die Beine.
Dann lehnte ich mich zurück und leckte den Kopf in den Nacken auf die Sofalehne, sodass ich an die weiße Decke schaute. Dabei war die Narbe, die von meinem Hals bis zu meinem Schlüsselbein reichte wohl besonders gut zu sehen, aber daran dachte ich gerade nicht.
"Ich habe das Übliche gemacht. Straßenrennen, Drogen, Alkohol, mein Leben aufs Spiel gesetzt. Alles wie immer", beendete ich den Satz, den ich angefangen hatte und schloss meine roten Augen.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 11:49 am

Fasziniert betrachtete ich seine Narbe. Jetzt nicht mehr verlegen rückte ich an ihn ran und fuhr mit meinem Zeigefinger über sie. "Hmm. Du hast schon ein toughes Leben.", murmelte ich. Danach lehnte ich mich gegen ihn, sodass er mich in den Arm nehmen musste. "Was ich seit unserem letzten Treffen gemacht habe...", begann ich. "Eigentlich das Übliche: Drogen, Alkohol. Zumindest die erste Zeit."
Ich stoppte. Sollte ich ihm alles erzählen? Er würde mich nie verraten!
"Naja. Ich war..." Wie würde er reagieren, wenn ich ihm von Jonathan erzählte? "Ich habe da einen Typen kennengelernt. Er... er hat mich... von den Drogen ferngehalten. Er hatte etwas dagegen. Und..." Wieder zögerte ich. "Naja, wir waren nicht lange ein Paar. Er wollte raus aus Dark Night City. Er wollte mich mitnehmen, aber ich konnte nicht." Ich atmete tief ein. "Nie könnte ich diese Stadt verlassen."
Ich schwieg eine Weile, legte meinen Kopf auf Nears Brust und lauschte seinem Herzschlag.
"Als er weg war, da... naja, meine Mutter hat mich terrorisiert und ich bin los... ich weiß nicht genau, was ich getan habe, aber ich kann mich an einen gewissen Zeitraum nicht mehr erinnern. Alles weg."
War die Mische so stark? Oder war es Nears Magie, die mir meine Geheimnisse entlockte?
"Dann hat mich die Polizei zurück gebracht. Daran erinnere ich mich wieder. Und daran, dass meine Mutter mich verstoßen hat."
Ich zitterte am ganzen Leib. Diese Frau! Sie hatte es tatsächlich geschaft, dass ich mich sogar noch wertloser fühlte, als ohnehin schon seit dem Tod meines Vaters!
Ich drückte mich näher an Near, suchte Schutz und Trost in seiner Nähe.
"Und dann vor zwei Monaten habe ich mir mein Fahrrad geschnappt und bin abgehauen. Seitdem genieße ich meine Freiheit. Mehr oder weniger."
Ich spielte mit seinen Fingern. Ich fuhr seine Sehnen entlang und tippte auf den schwarzen Nägeln herum.
"Dann hab ich dich getroffen."
Ich drehte den Kopf und sah in seine Augen. Plötzlich bemerkte ich, dass mir Tränen die Wangen runterliefen. Das hatte ich gar nicht mitbekommen. Schnell wandte ich mein Gesicht wieder ab und starrte in mein leeres Glas.
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Near Asukai
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Do Mai 03, 2012 6:40 pm

Bei ihren Worten und als sie über meine Narbe fuhr schlug ich langsam die Augen auf und sah eine ganze Weile schweigend an die Decke.
Sie schien meine Nähe zu brauchen, was ich ihr nicht übel nahm. Immerhin hatte sie auch ganz schön was hinter sich. Wenn man normal aufgewachsen war, dann wirkte der Alltag von DNC sicher ganz anders, als wäre man an den Tod gewöhnt aufgewachsen, so wie ich.
"Verstehe, du musstest weg.", seufzte ich und sah sie dann an. "Weißt du, mein Ziehvater hat mal gesagt: Wunder dich nicht, dass Leute sterben. Wundere dich lieber, dass du noch am Leben bist. Ich schätze was er mir damit sagen wollte war, dass das Leben weitergeht, egal wer einen verlässt. Es bringt uns doch nichts der Vergangenheit nachzutrauern. Und ich persönlich kann mir das auch gar nicht leisten. Das macht unaufmerksam."
Während ich sie nachdenklich betrachtete, wie sie so an mich gekuschelt auf diesem Sofa lag, fragte ich mich, warum ich keine besseren Worte fand, um sie zu trösten.
Und wie konnte ich eigentlich Matts Worte einem jungen Mädchen erklären, wenn ich sie selbst bei Zeiten nicht beherzigte. Es stimmte zwar, ich konnte mir Trauer nicht leisten, aber ab und zu, so wie heute, überkam es mich dann doch immer wieder.
Ich bemerkte, dass sie weinte und nahm sie nun richtig in den Arm. Während ich sie sanft an mich drückte strich ich beruhigend über ihre Haare und flüsterte: "Es tut mir Leid, Fallen...Ich bin nicht gut in sowas..."
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 1:45 am

Near drückte mich an sich und strich mir beruhigend übers Haar. Er murmelte eine Entschuldigung, aber ich hörte ihm nicht wirklich zu. In meinem Kopf klang der Widerhall seiner Worte: Wundere dich nicht, dass Leute sterben. Wundere dich lieber, dass du noch am Leben bist.
Mein Vater nicht mehr am Leben. Aber ich war es. Hier und jetzt war ich lebendig. Und Nears Ziehvater hatte Recht. Das war ein Wunder. Leben ist ein einziges Wunder. Wundere dich nicht, dass Leute sterben. Das war nicht so leicht. Mein Vater war ermordet worden. Ich konnte aber nicht begreifen, warum irgendjemand einem so liebevollen Menschen wie ihm etwas antun wollen würde.
"Kanami, hatte dein Vater irgendwelche Feinde?", die Frage des Polizisten hallte wieder in meinen Ohren. Damals hatte ich nur mit großen Augen den Kopf geschüttelt. Die nächste Frage hatte mich so verärgert, dass ich mich umgedreht hatte und den Polizisten hatte stehen lassen: "Weißt du, ob dein Vater in Geschäfte verwickelt war?"
Mein Vater war kein Verbrecher. Er hätte sich auf soetwas nie eingelassen. Anders als ich...
Oder hatte er...? Ich sah Near an. Die Frage brannte mir auf der Zunge. Ich müsste sie nur aussprechen. Kanntest du meinen Vater? Es wäre so einfach. Vier Worte und ich hätte Gewissheit. Doch ich hatte Angst vor der Antwort. Der Mörder war noch immer nicht gefasst. Meines Wissens nach hatte man jetzt, zwei Jahre später noch nicht einmal eine Spur.
Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass Near etwas mit dem Tod zu tun hatte.
Seufzend wandte ich den Blick wieder von seinem hübschen Gesicht. Er hatte auch gesagt, dass für Trauer keine Zeit war. Der Tod lauerte überall hier. Du musstest aufpassen, dass du nicht die nächste Leiche warst. Von Kugeln durchsiebt, erstochen, überfahren oder sonstiges.
Wenn ich so darüber nachdachte, hatte ich doch eine schöne Kindheit gehabt. Ich hatte in geheuchelter Sicherheit und Ignoranz gelebt. Und ich hatte mir nichts schlimmeres als Hausarrest vorstellen können. Sie war großartig gewesen. Und wenn ich nicht unter den Lügenteppich gespäht hätte, würde ich jetzt noch immer in dieser geheuchelten heilen Welt leben, genau wie meine Geschwister.
"Hmmm...", machte ich nachdenklich. "Du hast vollkommen Recht. Man muss die Vergangenheit hinter sich bringen."
Ich würde meine Vergangenheit nicht vergessen. Aber ich würde sie verdrängen. In den letzten zwei Monaten hatte ich gelernt, dass es gefährlich war, sich zu erinnern. Es brachte Kummer mit sich. Sehnsucht nach einer Zeit der Lügen.
Das hier war anders. Das war echt.
Meine Augen leuchteten auf und ich drückte Near einen Kuss auf die Lippen.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 6:47 am

Sie sagte, dass ich Recht hätte und ich betrachtete sie ein wenig unverwandt, bevor sie mich küsste. Das überraschte mich, deshalb zögerte ich eine kurze Weile, bevor ich den Kuss erwiderte und die Augen schloss. Was machte ich da? Ich hatte mir doch eigentlich geschworen, dass ich so was nach dem letzten Mal nie wieder wollte. One-Night-Stands waren ja schön und gut. Keine Verpflichtungen und nach dem nächsten Morgen sah man die Leute in der Regel nicht wieder. Aber das hier, das waren ehrliche Gefühle, die sie für mich zu haben schien. Gefühle, die...ich für sie hatte? Hab ich denn nichts gelernt, verdammt!?, fragte ich mich. Sanft löste ich den Kuss und umarmte sie. Meine Stirn lehnte an ihrer Schulter und ich sagte leise: "Es tut mir so Leid für dich, dass gerade ich es bin..."
Dann ließ ich sie los und stand ruckartig auf. "Entschuldige mich", murmelte ich und hielt mir leicht eine Hand vor den Mund. Es musste den Anschein haben, dass es mir nicht gut ging. Aber es war nichts körperliches. Die ganze Sache machte mich gerade einfach fertig. Ich hasste Beziehungen...seit ihm... Und doch wollte ich es...vielleicht. Ich war mir selbst nicht sicher... Verwirrt drehte ich auf dem Absatz um und lief nach oben in mein Musikzimmer. Hier standen alle möglichen Gitarren, zwei Violinen und einige Mikrofone. Ich setzte mich auf einen der Tische, die dort herumstanden und nahm meine schwarze E-Gitarre zur Hand, die bereits an den Verstärker angeschlossen war. Ich spielte 'Nothing else matters' an, legte dann aber die E-Gitarre weg und nahm meine Akustische. Hier begann ich dann mit 'Shattered'.
"And I've lost who I am. And I can't understand. Why my heart is so broken. Rejecting your love. Without love gone wrong. Life less words...Carry on. But I know, all I know, Is that the ends beginning. Who I am from the start. Take me home to my heart. Let me go and I will run, I will not be silenced. All this time spent in vain. Wasted years. Wasted gain. All is lost. Hope remains. And this war's not over~", sang ich dazu mit.
Ich sang oft, wenn ich wieder klarer im Kopf werden musste. Und auch oft, um Dinge zu verarbeiten oder zu vergessen. Ich schloss die Augen und vergaß, dass ich die Tür zum Zimmer offen gelassen hatte.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 9:27 am

"Es tut mir so Leid für dich, dass gerade ich es bin..."
Was hatte ich gerade getan? Verwirrt sah ich Near nach, als er ruckartig aufstand und sich die Hand vor den Mund hielt. Er machte auf den Absatz kehrt und verließ den Raum.
So blieb ich allein mit meinen Gedanken auf seinem Sofa sitzen.
Ich hatte ihn eindeutig überrumpelt. Ich schlug mir die Hand vor die Stirn. Was auch immer ich von Near wollte, ich hatte es gründlich vermasselt. Aber Near schien nicht gänzlich abgeneigt... Eher traurig und verwirrrt. Vielleicht hatte er schlechte Erfahrungen gemacht. Vielleicht wurde ihm erst vor kurzem das Herz gebrochen.
Seufzend kauete ich mich zusammen und schlug meine Arme um mich. Ich wippte hin und her und fragte mich, ob ich Near folgen sollte.
Dann hörte ich die Gitarrenklänge. Als ich seine Stimme vernahm und das Lied erkannte, konnte ich nicht mehr sitzen bleiben. Ich sprang auf und folgte dem Klang der Musik. Die Musik wurde leiser, als er auf Akustisch wechselte. Ich lehnte mich in die Tür des Zimmers und wagte kaum zu atmen, als er "Shattered" sang. Es lag so viel Gefühl in seiner Stimme. Es war echt wunderschön.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 9:45 am

Als ich mit Shattered fertig war sah ich starr auf den Boden und bemerkte Fallen nicht. Ich seufzte leicht und und nahm erneut die E-Gitarre zur Hand. Die Töne waren jetzt härter und eindeutig lauter. "God must hate me" meiner Meinung nach ein perfektes Lied für mich.
Allerdings spielte ich diesmal nur Gitarre und sang nicht dazu. Ich konnte es gerade nicht. Mein Hals war auf einmal wie zugeschnürt. "Verdammt!", fluchte ich und legte die Gitarre unsanft bei Seite. Ich ließ mich nach hinten auf den Tisch fallen und starrte an die Decke.
Nach einer kurzen Weile schloss ich die Augen und ließ meine Tränen zu. Immerhin glaubte ich ja, dass niemand mich so sah. Dass ich mich irrte, konnte ich ja nicht ahnen, solange ich nicht zur Tür sah.
Ich kann es nicht...ich...bin nicht der Richtige für sie... Es wäre so viel besser für sie, wenn sie gehen würde. Wenn sie mic einfach alleine lassen würde. Aber ich will sie nicht gehen lassen. Was bin ich doch für ein schlechter Mensch, dachte ich und musste darüber leicht lächeln. Ja, ich war wirklich furchtbar. Und egoistisch auch noch. Langsam schlug ich die Augen wieder auf und ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Als ich Fallen bemerkte tat ich nichts anderes außer möglichst ruhig zu fragen: "Stehst du schon lang da...?"
Etwas intelligenteres fiel mir eben gerade nicht ein...
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 10:04 am

Er wechselte die Gitarre erneut und spielte nun härtere Töne, doch diesmal sang Near nicht mit. Ich kannte das Lied nicht, aber die Melodie gefiel mir. Ich betrachtete ihn genau. Die Musik schien ihm gut zu tun.
Nach dem Lied warf er seine E-Gitarre fluchend weg und ließ sich auf den Tisch fallen. Seinen Blick stur zur Decke gerichtet liefen ihm Tränen übers Gesicht.
Der Anblick verwunderte und rührte mich, während er gleichzeitig an meinem Herzen zerrte. Ich war mir sicher, dass Near sich meiner Anwesenheit nicht bewusst war, denn ich glaubte nicht, dass er vor irgendjemandem weinen würde. Schon gar nicht vor mir.
Ich blieb in der Tür stehen und schaute betreten zu Boden, als er mich bemerkte.
Auf seine Frage hin schüttelte ich den Kopf. Ich hielt es für besser, ihm das zu ersparen.
Meine Hand fuhr kurz automatisch zu der Stelle an der meine Kette unter Nears ACAB- Pullover steckte, bevor ich zögernd einen Schritt auf ihn zumachte. Ich schenkte ihm ein schüchternes Lächeln und ließ meine Haare in mein Gesicht fallen, als ich flüsterte: "Du spielst echt gut. Und singen kannst du...wie ein Engel."
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Near Asukai
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 10:22 am

"Verdammt, Fallen...", flüsterte ich und setzte mich wieder auf. "Versteh doch endlich, dass ich kein Engel bin.", sagte ich mit einem traurigen Lächeln. Ich stand auf und ging zu ihr.
Vorsichtig hob ich ihr Kinn mit meiner Hand an und sah sie eine Weile mit meinen durchdringenden roten Augen an, bis ich mich leicht zu ihr runter beugte und sie kurz küsste. Engel lassen andere Leute nicht leiden, nur weil sie sie nicht verlieren wollen, sagte ich gedanklich zu mir selbst und drückte sie an mich. Und ich will dich nicht verlieren. Ich kann dich einfach nicht gehen lassen, weißt du? Auch wenn ich weiß, dass du leiden wirst, wenn ich das so weiterführe...Es tut mir so Leid. Ich bin so furchtbar egoistisch..., dachte ich verzweifelt, konnte es aber nicht über die Lippen bringen. Dabei bemerkte ich, dass meine Tränen in ihre Haare fielen während ich ihren Duft einatmete. Ich wollte sie gar nicht wieder los lassen.
"Fallen...halt mich fest... bitte... Und lass nicht los, okay? Ich habe Angst, dass ich sonst untergeh...", flüsterte ich kaum hörbar. Danach sagte ich noch etwas lauter, jedoch immer noch leise: "I've missed you..."
Sagte ich die Wahrheit? Hatte ich denn je einen Gedanken an Fallen gehabt, nachdem ich sie nicht mehr gesehen hatte? Wohl oder übel musste ich mir wohl eingestehen, dass ich gerade gelogen hatte. Benutzte ich sie eigentlich nur, um mein jetziges Stimmungstief zu überwinden? Oder war das echt? Wieso wusste ich es denn selbst nicht mehr!? Das war...anders als geplant... War das jetzt nur ein schwacher Moment von mir? Wieder einer dieser, in denen ich meine Gefühle nicht zurückhalten konnte? Was würde morgen sein? Wäre ich dann noch genauso? Es waren so viele Fragen, die ich nicht beantworten konnte. Ich wusste nur, dass das hier der Anfang vom Ende sein konnte.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 10:53 am

Mein Herz pochte wieder schneller, als er mich mit seinen durchdringenden roten Augen ansah und sich schließlich zu mir runterbeugte um mich kurz zu küssen. Das doofe Ding in meiner Brust machte einen freudigen und ich merkte, dass ich wieder hoffte.
Worauf hoffe ich?? Dass Near mich liebt? Dass ich zu einer Gangsterbraut werde?
Verärgert über meine eigene, naive Dummheit wollte ich mich von ihm lösen, doch etwas nasses viel auf mein Haar. Er weinte noch immer.
Kaum hörbar sagte er etwas, was mein Herz für einen kurzen Moment zum stehen brachte. Meinte er es ernst?
I've missed you
Ihm schien es wirklich schlecht zu gehen. Ich umarmte ihn fest und strich durch sein weißes Haar. Leise flüsterte ich ihm zu: "My dear, just trust me."
Vorsichtig nahm ich sein Gesicht in beide Hände und blickte ihm eine ganze Weile in die Augen. Sie waren von seinen Tränen ein wenig geschwollen und ich musste mich zusammenreißen, nicht auch zu weinen. Meine Lippe zitterte schon gefährlich, als ich in sein Gesicht hauchte: "Don't worry about me, don't you dare! It is your life. Live it your own way!"
Dann küsste ich ihm die Tränen von den Wangen. Sie schmeckten salzig und mit einem Mal hatte ich einen Kloß im Hals. Er wollte zwar, dass ich bleibe, aber vielleicht sollte ich einfach gehen. In Gedanken war ich schon wieder in der alten Fabrik.
Doch ich wollte nicht. Ich wollte bei ihm bleiben. Ich lehnte meinen Kopf gegen seinen und summte eine kleine Melodie. Sie war ruhig und beruhigend.
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Near Asukai
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 11:09 am

Ich fühlte mich, als würde ich nie wieder ein vernünftiges Wort sagen können, als sie die Tränen von meinen Wangen küsste. Die leise Melodie die sie summte, erinnerte mich fast an ein Schlaflied und ich schloss die Augen. Es war erst Mittags, aber wieso war ich so furchtbar müde? Leise seufzte ich und strich mit einer Hand durch ihre Haare. Ich weiß nicht mehr, was ich will, dachte ich niedergeschlagen.
Aber Fallens Wärme, ihre Anwesenheit beruhigten mich. Sie war so wundervoll. Auf meinen langen dunklen Wimpern, mein Bruder hatte sie Bambi-Wimpern genannt, schimmerten ein paar Überreste der Tränen als ich die Augen wieder aufschlug und Fallen ansah.
"Danke...", flüsterte ich und löste mich langsam aus unserer Position. "Ich denke ich...leg mich kurz hin...", murmelte ich und wollte das Zimmer schon verlassen, bis ich an der Tür stehen blieb, den Kopf leicht hob und fragte: "Bleibst du bei mir?"
Irgendwie hatte ich das Gefühl, mit ihr an meiner Seite würde ich besser schlafen können, aber ich musste hoffen, dass sie diese Frage nicht falsch verstand.
Es war nicht meine Absicht, sie jetzt zu verärgern oder so zu wirken, als hätte ich nur das Eine vor. Ich war tatsächlich müde und wollte beim Einschlafen nicht alleine sein.
Wie ein kleines Kind..., dachte ich und musste ein wenig über mich selbst lächeln. Dieses Lächeln verblasste allerdings sehr schnell wieder.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 11:19 am

Er lächelte ein schwaches Lächeln, das bald wieder verblasste, während er in der Tür stand und mich erwartungsvoll ansah. Ich lächelte zurück und nickte. "Ja, ich bleibe bei dir."
Ich ging zu ihm und nahm seine Hand. Sein Pullover, den ich trug, rutsche mir über meine Hände und ich folgte ihm aus dem Musikzimmer.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 11:36 am

Dass sie meine Hand nahm überraschte mich etwas, störte mich aber keineswegs und ich ging mit ihr zu meinem Schlafzimmer.
Es war groß und besaß einen direkte Zugang du einem Balkon. Der Boden war aus dunklem Parkett und die Wände waren so weiß, wie sie es im Rest des Hauses waren. Außer einem Flatscreen-Fernseher, einem Nachttisch und meinem Bett, vor dem schwarze Seidenvorhänge hingen befand sich nichts weiteres in diesem Raum.
Über dem Bett stand in schwarzer Schrift: "Just Breathe. You will never live this moment again" und auf dem Nachttisch standen drei Fotos. Eines zeigte meine Eltern, das zweite meinen Ziehvater und das Letzte mich und meinen Zwillingsbruder Ren.
Ich schob einen der Vorhänge zur Seite und ließ mich auf mein Bett fallen. Da ich Fallens Hand noch immer hielt, zog ich sie einfach mit mir mit. Also lag sie jetzt auf mir. Ich rang mir ein müdes Lächeln ab und schloss dann die Augen.
Ich seufzte noch einmal leise und legte meine Arme um sie. Mein Bett war herrlich weich und Fallens Gegenwart und Wärme so angenehm, dass es überhaupt nicht lange dauerte, bis ich einschlief. Im Schlaf atmete ich viel ruhiger und wirkte wohl generell sehr viel friedlicher und sorgloser als den bisherigen Tag über.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 11:50 am

Near führte mich in sein Schlafzimmer. Die Wände waren weiß wie im Rest des Hauses und der Boden war aus dunklem Pakett. Es schien einen Zugang zu einem Balkon zu haben, was für mich nebensächlich erschien, als ich den Schriftzug über seinem Bett mit den schwarzen Seidenvorhängen las. Er war sehr passend.
Near zog die Vorhänge ein wenig zur Seite und ließ sich auf sein Bett fallen. Da wir noch immer Händchen hielten, zog er mich mit ihm, sodass ich auf ihm lag. Er rang sich noch ein müdes Lächeln ab, bevor er die Augen schloss. Ich rollte mich von ihm hinunter und lag nun neben ihm. Arm in Arm lagen wir in seinem Bett. Ich lauschte, wie sein Atem ruhig und gleichmäßig wurde. Er war sehr schnell eingeschlafen. Auch ich war müde, aber nicht ganz so fertig von diesem dunklen Tag wie er. Ich blickte ihm ins Gesicht. Er sah so friedlich aus, wenn er schlief. Ich schaute noch einmal kurz zu seinem Nachttisch, um die Fotos zu betrachten. Der Mann und die Fau waren wahrscheinlich seine Eltern. Aber wer war der Junge? Er sah Near irgendwie ähnlich...Ich wusste gar nicht, dass Near einen kleinen Bruder hatte.
Meine Augen wurden schwer und fielen mir zu. An Near gekuschelt döste ich nun auch langsam weg. Mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen.
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BeitragThema: Re: Villa von Near Asukai   Fr Mai 04, 2012 12:09 pm

Ich schlief eine ganze Weile sehr friedlich. Mein Atem ging ruhig und bis darauf, dass meine linke Hand gelegentlich zuckte, bewegte ich mich nicht viel. Es war lange her, dass ich so gut geschlafen hatte. Sonst hatte mich immer wieder etwas daran gehindert.
Sei es nun die Arbeit oder das beklemmende Gefühl allein zu sein. Es gab durchaus viele Zeiten, in denen ich es genoss für mich zu sein und wenn ich unter Menschen sein wollte, fuhr ich eben in die Firma.
Aber das hier tat so gut, gerade weil es so anders war. Jemanden an meiner Seite zu haben, der sogar bei mir schlief. Hatte ich denn gar nicht gemerkt, dass ich das vermisst hatte?
Nach einer Weile äußerst erholsamen Schlafes, schlug ich die Augen auf.
Fallen schien noch im Reich der Träume zu weilen, weshalb ich mich nur ganz vorsichtig leicht aufrichtete und sanft durch ihre Haare strich.
Ich zögerte kurz, dann begann ich leise und ruhig zu singen: "So sleep, Sugar. Let your dreams flood in. Like waves a sweet Fire, you're safe within. Sleep, Sweetie. Let you thoughts come rushin' in and carry you over, to a new morning~"
Während ich beim singen die Augen schloss und ich weiter sanft durch ihre Haare strich, stahl sich ein leichtes Lächeln auf meine Lippen.
Wie gut Fallen mir doch tat...
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